Bottled Life - Die Wahrheit über Nestlés Geschäfte mit dem Wasser

Wie verwandelt man Wasser in Geld? Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: Nestlé. Dieser Konzern dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser.

Der Schweizer Journalist Res Gehriger macht sich auf, einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengeschäfts zu werfen. Nestlé blockt ab. Es sei der falsche Film zur falschen Zeit, heisst es in der Konzernzentrale. Doch der Journalist lässt sich nicht abwimmeln. Er bricht auf zu einer Entdeckungsreise, recherchiert in den USA, in Nigeria und in Pakistan. Die Expedition in die Welt des Flaschenwassers verdichtet sich zu einem Bild über die Denkweisen und Strategien des mächtigsten Lebensmittelkonzerns der Welt. 

Filmausschnitt 40 Sekunden

Feedback

Kommentar von Heinz Bührer | 2012-01-24

Grosses Kompliment und herzliche Gratulation an das ganze Team!
Nicht „der falsche Film zur falschen Zeit“, sondern der richtige und gewichtige Film zur richtigen Zeit! Es ist höchste Zeit für arme und reiche Konsumenten, für alle Medienleute, für Politiker, für Juristen und für kleine und grosse Nahrungsmittelmultis - höchste Zeit für alle, sich ernste Gedanken zum Thema Wasser zu machen!

Kommentar von Vrimeli | 2012-01-24

Danke an alle, die mitgewirkt haben diesen Film zu produzieren. Ich hoffe die Welt erwacht endlich mal aus dem Tiefschlaf und sieht wohin die Gier des unersättlichen Menschen uns treibt ! Ich schäme mich manchmal Mensch zu sein, denn was z.b. eine Nestlé macht ist unmenschlich. Leider ist diese Firma nicht nur wenn es ums Wasser geht, sondern bei vielen Rohstoffen verantwortlich, dass die ärmsten ausgebeutet werden. Klar ist es beim Wasser umso tragischer. Siehe mal unter http://www.evb.ch .....denn die haben die Nestlé auch ziemlich im Visier. Was für eine Schande wohin die Menschheit gekommen ist !

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.“

Kommentar von Gerhard Behnke | 2012-01-27

Auch von meiner Seite ein großes Komplimentan an das ganze Filmteam. Höchste Zeit, dass das Thema aufgegriffen und dass die gnadenlosen Machensschaften eines Global Players aufgedeckt werden. Leider nicht die einzige Gewissenlosgiekeit, wenn man an den Ölpalmenanbau auf Borneo denkt. Nur mit solcher Aufklärung läutet man die Kehrtwende ein! .

Kommentar von Urs G. | 2012-01-31

Man müsste dem Herrn Brabeck auch mal entgegenhalten, dass der Wert von 0.0009 Prozent Süsswasser, um die sich der Film seiner Meinung nach dreht, in gewissen Gebieten der Welt ziemlich sicher höher ist.

Kommentar von André Weissen | 2012-01-31

© Basler Zeitung; 31.01.2012
Es geht auch besser – wie in Basel
Peter Brabeck: Wasser ist zu billig; BaZ 29. 1. 12

Wir sind nicht entrüstet, weil Nestlé und Co. Wasser abfüllen, sondern wegen des übermässigen Gewinns aus dessen Verkauf. Und der geht nur an Manager und Aktionäre. Basel-Stadt ist ein Musterbeispiel, wie es sein sollte. In der neuen Kantonsverfassung von 2005 steht im Paragraf 32, Abs. 1: «Der Staat gewährleistet die Versorgung mit gutem Trinkwasser und achtet auf eine sparsame Verwendung des Brauchwassers.» Und in Abs. 2: «Die Versorgung mit Wasser kann nicht an Unternehmen übertragen werden, an denen Private gewinnbeteiligt sind.» So gehört sich das!

André Weissen; Riehen, Arzt, alt Mitglied des Verfassungsrates BS, Grossrat CVP

Kommentar von Reto Padrutt | 2012-01-31

Ihr habt einen unglaublich eindrücklichen und schönen Film gemacht, der noch lange nachwirkt. Die Recherche ist beeindruckend, die Bilder einfach exzellent und die Erzählweise spannend. Ich stehe sonst auf die Filmtipps der NZZ, aber hier hat jemand gänzlich daneben gehauen. Reto Padrutt, Zürich

Kommentar von Paola Gajardo | 2012-02-10

Danke dem Team für diesen eindrücklichen, sehr guten und aufschlussreichen Film über die Machenschaften eines Konzern, welches mit einem Gemeinsgut Wasser zynische Geschäfte macht, während Millionen von Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser haben und deshalb auch sterben.

Kommentar von Mirjam und Matthias Ragaz-Morlet | 2012-02-22

Wir gratulieren Ihnen und Ihrem Team zu diesem ausgezeichneten Film, den wir heute mit einiger Betroffenheit gesehen haben.

Wir haben uns eine Liste der Nestlé-Waters zusammengestellt. Es wird nichts schaden Tischnachbarn in den Beizen aufzuklären...

In Zürich kann man in etwa 100 Restaurants übrigens Züri-Wasser = Hahnenwasser in einer mit ZH20 beschrifteten Karaffe bestellen zu Fr. 3.- . 1 Fr. davon geht an die Unterstützung von Wasserhilfsprojekten. Nochmals sympathischer nach Bottled Life!

Siehe: http://www.zh2o.ch/mission

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Film und beste Grüsse

Mirjam und Matthias Ragaz-Morlet

Kommentar von Wolfgang Meyer www.manusaurum.de | 2012-05-22

Wir in Deutschland verbrauchen fast 200 Liter Wasser am Tag, andere auf der Erde schaffen es oft nicht das Minimum von 3-4 Litern zu erhalten. Die Gleichgültigkeit des ehemaligen (Mit-)Tieres Mensch gegenüber diesem einzigartigen Planeten wird durch Euren Film deutlich gemacht. Danke dafür! Aber aufwachen muß jeder Mensch für sich alleine!!!

Kommentar von Roger G | 2012-08-08

Das wasser kostbar ist wusste ich...aber nach diesem film bekommt das wasser für mich eine komplett andere bedeutung.....WASSER IST MEHR,VIEL MEHR ALS NUR LEBEN

Kommentar von nokinapi | 2012-08-13

danke!
seltsamerweise trägt meine Tochter einen Arabischen Namen, (übersetzt -"Quelle des Lebens") weil mir klar würde, als ich vor etwa 8 Jahren einen Beitrag über den Nestlé Mann gesehen, da erzählte er schon von seinem Plan "in Wasser zu machen" dass das Wasser dieser Erde nach meiner Meinung, zum Geburtsrecht gehört und somit für jeden Menschen frei verfügbar sein muss. Ich kaufe schon länger keine Nestlé Produkte und unterstütze lieber Menschenfreunde..

Kommentar von Speich Margrit | 2012-08-13

Sehr eindrücklich dieser Film, wenn ich den Wasserhahnen öffne ist der Film immer wieder da. Vielen Herzlichen Dank

Kommentar von Larry | 2012-09-12

Es ist mir unverständlich und macht mich sehr traurig, daß sich jemand das Recht herausnimmt, was der Erde gehört, sein Eigen nennt und damit skrupellose Geschäfte macht.

Kommentar von Judith | 2012-09-16

Danke für den Film - ich wünsche mir, dass auch dieser (wie so einige andere gute Filme) in den Schulen zum Globalen Lernen eingesetzt/genutzt werden würde. Das positive Beispiel des BürgerInnenengagements gibt Motivation zum Handeln!

Kommentar von viola gärtner | 2012-10-06

Guten Tag;

Von Herzen dank für diese grandiose Documentation, die mir die letzten zwei Stunden die Tränen in die Augen treibt:

1) weil mich unsägliche Wut und das Gefühl der Ohn-macht befällt, wenn ich wieder einmal feststelle, was mit unserer wunderschönen Erde geschieht, weil Menschen skrupellos und Macht- (=Geld-) gierig sind

2) weil leider -auch in diesem Nestle-Fall- immer Zwei zu solchen Verträgen gehören und wir alle noch eine Menge lernen müssen um uns von den doch immer in der Unterzahl existierenden Gruppen nicht kaufen zu lassen und

3) weil es Menschen gibt, die es schaffen, sich gegen solche "Wasser-Jäger" (waterhunter) erfolgreich zu behaupten wie diese beieden kleine Orte, die ihr Naturschutzgebiet schützen konnten. BRAVO!!!!

Bitte geben Sie meinen Dank an Herrn Urs Schnell und alle anderen Mitarbeiter dieser gut gemachten und aufschlussreichen Sendung weiter.

Wenn Sie wieder einen solche Film herstellen (hergestellt haben), wäre ich dankbar, wenn Sie es mir mitteilen könnten!

Weiterhinm alles Gute und Erfolg für solch wichtige Arbeiten.

Mit freundlichem Gruß aus dem Nordschwarzwald

viola gärtner

Kommentar von Melanie Rais | 2012-12-18

Ich finde diesen Film Müll. Wieso wird Nestlé so kritisiert? Sie setzten sich für viele arme Leute ein und dies wird im Film gar nicht gezeigt. Das ganze Filmteam sollte den ganzen Sachverhalt aus beiden Perspektiven durchleuchte.

Kommentar von Riccardo Kühne | 2012-12-18

@ Melanie Rais, das isch e frechheit !!!! Was erlaubet Sie sich ?

Kommentar von Michel Schuler | 2012-12-18

Entschuldigung! Ich habe den Kommentar von Melanie Rais veröffentlicht. Es war nur ein dummer Streich und ich dachte es wäre lustig... Es wird nicht mehr vorkommen. Ich empfand ein schlechtes Gewissen und es wird auch nicht mehr vorkommen, es tut mir leid!

Kommentar von Lukas Völkel | 2012-12-19

Da wird grad die Welt zwischen den Reichen (den sog. 1%) aufgeteilt und dem ganzen Rest blüht eine Zukunft in absolutem Elend und Du denkst, son Kommentar wäre lustig. Du bist noch nicht lange auf der Welt oder?
Du hast noch nicht mitgekriegt, dass Geld ein Wert von Arbeit gegenüberstehen muss, damit Geld etwas "wert" ist und dass "Hilfen" in Milliardenhöhen, die unsere Bundesregierung "nach Griechenland" in die Kassen der Banken, die die sogenannte Krise verbockt haben, einen Gegenwert haben, den wir in den nächsten 200 Jahren oder mehr erst noch erarbeiten müssen?
Du findest das witzig? Also die Leute in Spanien, Portugal und Griechenland finden das nicht so witzig - kannst Dir die Videos auf youtube mal ansehen und Dir mal überlegen, ob Du dafür, dass Du n Recht auf Leben haben willst, Dich von der Polizei bekriegen musst. So sieht Bürgerkrieg aus: Kein Essen, kein Trinken, keine Arbeit, aber richtig schön auf die Fresse. Und jetzt überleg Dir mal, ob Du son Scheiss in Deutschland erleben willst.

Kommentar von annemarie dietrich | 2013-01-28

Herr Brabek hielt vor Kurzem einen Vortrag über Wassernutzung in Kärnten. Kärnten ist reich an Wasser aber auch reich an dummen Politikern und - Herr Brabek kommt aus Kärnten!! Gott schütze
das Land vor solchen Zeitgenossen!!

Kommentar von Gloria M. | 2013-06-23

Was ich noch beschämender finde ist, dass unser Schweizer Fernsehen SF1 nicht in der Lage ist (Bilanz Standpunkte, So 22.6.13), außer den genialen Soziologieprofessor Jean Ziegler noch einen kritischeren Gast einzuladen, der nicht zum "höheren" Gremium gehört und dem so korrekten Herrn Brebek direkte Fakten (live) präsentiert und ihm sagt, was er sonst noch leistet! Xxx

Kommentar von Michel Schuler | 2013-09-05

Entschuldigung! Ich habe den Kommentar von Riccardo K. veröffentlicht. Es war nur ein dummer Streich und ich dachte es wäre lustig... Es wird nicht mehr vorkommen. Ich empfand ein schlechtes Gewissen und es wird auch nicht mehr vorkommen, es tut mir leid!

Kommentar von Yuen Xu | 2013-09-12

Ungesehener Weise ist diese Story nun schon ziemlich ausgelutscht und doch dem gemeinen Menschenkind recht fern und fremd. Hoffen wir, dass ein preisgekröntes Werk wie dieses dann doch mal wieder einen Haufen alltagsgeplagter Herden aufrüttelt und das Hirn zum Reflektieren bewegt. Selbst Bewohner mit bester Wasserqualität aus Rohr und Leitung karren Tonnen von Plastikflaschen aus Kaufland, Real, und sonstewo in Ihre lauschigen Höhlen vor den riesigen Flachbildschirm. Leider bringt RTL solch Filme nicht. Wirklich schade! Heute gehe ich ins Kino... GRUß!

Kommentar von Peter Hölzl | 2013-09-17

Hochinteressant und sehenswert! Aber: der Skandal ist m.E. weniger, das Nestle das tut, was auch andere gut geführte Unternehmen tun, nämlich Geschäftsmöglichkeiten geschickt zu nutzen und für seine Produkte zu werben (solange sie das im Rahmen der Gesetze tun und nicht die Spielregeln durch Korruption zu ihren Gunsten verbiegen).
Der eigentliche Skandal ist m.E. daß
- in den Drittweltländern die Regierungen ihre Bevölkerung selbst bei der elementarsten Daseinsvorsorge völlig im Stich lassen und sich stattdessen mit dem nationalen Reichtum die Taschen vollstopfen und die eigenen Clans versorgen.
- in den USA und anderen entwickelten Ländern der Gesetzgeber den privaten Raubbau zu Lasten öffentlicher Ressourcen zuläßt. Denn die Politik hat den Rahmen für wirtschaftliches Handeln zu setzen!
- der Verbraucher in den entwickelten Ländern blöd genug ist, um auf diese Werbung reinzufallen und freiwillig für teures Geld mühsam ein Produkt nachhause zu schleppen, das er für einen Bruchteil der Kosten in mindestens ebenbürtiger Qualität bequem per Wasserhahn ins Haus geliefert bekommt!
Totalversagen der Politik und Verbraucherdummheit, das ist es, was ich zum Verzweifeln finde!

Kommentar von Elke Schmitt | 2014-03-30

Dieser Film ist wieder mal ein beschämendes Beispiel dafür, wie die Konzerne immer mehr und mehr Geld scheffeln, unbarmherzig gegen die, die sich nicht wehren können! Das sind Verbrecher, das dürfen wir auf gar keinen Fall durchgehen lassen. Leute. wehrt Euch. Schreibt, bis die Finger wund sind. Es muss etwas passieren und ich möchte mal sehen, was getan wird, wenn waschkörbeweise Briefe kommen. Besser was machen als ruhig still sitzen oder im stillen Kämmerlein schimpfen. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Erich Kästner Eure Elke

Kommentar von German Sanitary | 2014-08-05

Ein gelungener Blog! Zur Aufklärung hervorragend geeignet! Wir brauchen mehr Menschen, die den Mund aufmachen und was tun, anstatt nur zu reden.

Beste Grüße

Kommentar von Mirko | 2014-08-09

Ein Grossartiger Film, lief jetzt auch wieder auf Arte, ist noch für 3 Tage im Web verfügbar, unbedingt anschauen, wer ihn noch nicht gesehen hat, und dann Nestle meiden!!
Link http://www.arte.tv/guide/de/041127-000/bottled-life

Kommentar von dirk drömer | 2014-09-11

klasse film. da kriegt man echt die wut.leider steht net überall nestle drauf, wos drin ist.aber ich geb mir mühees zu umgehen.und- diese bilderberger gehören alle hinter schloss und riegel!

Kommentar von Dembinski Klaus | 2015-01-29

Nachdem ich heute Ihren Film "Bottled Life" gesehen habe, ist mir folgender Kommentar gekommen:
Wer in einer Frage, in der es um Leben und Tod geht, dem Geld oder Profit einen höheren Stellenwert einräumt als dem Leben selbst, der braucht seine Hände nicht in Unschuld waschen.
Wann kommt der Konzern, der saubere Luft in Dosen abfüllt und dafür einen Kaufpreis kassiert?
Sauberes Wasser sollte wie Luft zum Atmen ein Allgemeingut sein - weltweit
Mit freundlichem Gruß
Klaus Dembinski

Kommentar von Objektive Sichtweise | 2016-10-17

Lächerlich diese einseitige, populistische Pseudodoku. Es wird gerade so getan, als wäre alles schlechte der Welt erst mit Nestlé gekommen. Die Zustände waren in Afrika nie anders. Und so lange sie Regierung sich dort nichtreffen für die eigene Bevölkerung einsetzt, wurde sich nichts ändern. Es ist wohl aber fragwürdig, ob sich die Situation dort überhaupt durch Nestlé verschlechtert hat. Und wenn Nestlé gehen würde, wo würden die Menschen dann arbeiten? Woher bekämen sie dann Geld für andere lebenswichtige Dinge wie Lebensmittel. Also wenn schon doku, dann bitte alle Seiten zeigen und beleuchten. Aber das ist wohl nicht Sinn der Sache. Denn auch dieser Film muss sich finanzieren. Und ehrlich: wer möchte eine Doku sehen, in der ein Loblied auf Nestlé gesungen wird. "Skandal" sind doch viel interessanter. So muss man sich wenigstens nicht an die eigene Nase fassen, sondern kann die "Schuld" guten Gewissens den bösen global playern in die Schuhe schieben.

 

Antwort von Urs Schnell

Ihre Argumentation können wir nicht nachvollziehen. Was heisst "Die Zustände waren in Afrika nie anders"? Nestlé-Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck kommt in unserem Film zu Wort, obwohl Nestlé sich weigerte, uns Red und Antwort zu stehen. Bitte beklagen Sie sich also dort und nicht bei uns. Im übrigen steht es Ihnen frei, eine Doku mit einem "Loblied auf Nestlé" zu machen.

Urs Schnell, Regisseur